Einzelpersonen des geweihten Lebens

 
Die gottgeweihten Jungfrauen (virgines consecratae – ordo virginum) gehören einer der ältesten geistlichen Lebensformen der Kirche an. Schon in frühchristlicher Zeit folgten Frauen dem Ruf Jesu Christi zu einem Leben um des Himmelreiches willen, was zu einem eigenen Lebensstand führte. Die Annahme dieser Lebensentscheidung durch die Kirche erfolgt in einer Weihe, der sog. Jungfrauenweihe, die der Bischof den Frauen spendet.
In besonderer Weise wird in dieser Lebensform das Bild der Kirche als Braut sichtbar, das für das innerste Wesen der Beziehung Christi zu seiner Kirche steht. Die Meditation der Heiligen Schrift, das persönliche und liturgische Gebet (Stundengebet), die ausgeprägte Haltung des Hörens gehören zu den unverzichtbaren Aspekten dieser Lebensform. Zwischenzeitlich verschwunden (die Frauen formierten sich in klösterlichen Gemeinschaften) wurde die Lebensform durch das II. Vatikanische Konzil neu belebt.

Der Weg in diese Lebensform hinein hat sich in der Erzdiözese Freiburg erst in den letzten Jahren neu entwickelt. Interessierte Frauen melden sich bei der bischöflichen Beauftragten für die Formation. Nach ersten Gesprächen - auch mit dem zuständigen Bischofsvikar bzw. seiner Bestätigung der Kandidatur - kann die Kandidatur beginnen, die in der Regel auf 2 Jahre angelegt ist. In dieser Zeit sind Begegnungen mit der Formationsbeauftragten bzw. einem kleinen Team von geweihten Frauen vorgesehen, die den Weg begleiten und in die Lebensform einführen.                                                                   

An einem Wochenende im Jahr ist das diözesane Treffen aller geweihten Jungfrauen der Erzdiözese Freiburg mit dem zuständigen Bischofsvikar.
Ebenso findet an einem Wochenende im Jahr ein deutschlandweites Treffen statt, an dem oft auch Mitschwestern der Nachbarländer teilnehmen, so dass sich ein guter nationaler und internationaler Austausch ergibt.
  
Bischöfliche Beauftragte